– in Deutschland

Projektentwicklung in Deutschland

1994

gründeten die Brasilianerinnen Lidia Wandschneider, Fátima Braga-Putzke, Cristina Heilborn-Guenther und Adriana Gorayb aus Hittfeld den Verein „Projekt Straßenkinder in Brasilien e.V.“ Sie hatten Kontakt zu dem Arzt Jonas Marinho Araujo, der 1992 im Armenviertel Maravilha der nordbrasilianischen Stadt Fortaleza eine Bürgerinitiative zum Schutz der Bewohner ins Leben rief: „Conselho do Seguranca do Bairro de Fatima“. Grund dafür war die zunehmende Kriminalität im Viertel, in dem damals etwa 2000 Menschen lebten. Das PSiB schließt sich der Förderung der Kinder und Jugendlichen von Maravilha an, um ihnen einen Weg jenseits von Kriminalität aufzuzeigen. Das Gemeinschaftshaus „Casa da Convivencia“ (CCF) entsteht, und die Unterstützung durch Spenden aus Deutschland beginnt..

1995

Es finden erste Benefizkonzerte statt, vor allem durch den Kontakt zu dem brasilianischen Pianisten und Professor an der Hamburger Musikhochschule Marco Antonio de Almeida. Den Beginn macht das Quarteto de Cordas da Cidade de Sao Paulo. Weitere namhafte Künstler, darunter Schauspieler des Hamburger Thalia-Theaters und das deutsch-brasilianische Musikerduo „Piacello“ können für Auftritte zugunsten des Vereins gewonnen werden. Mit Studierenden der brasilianischen Pianistin und Professorin an der Hamburger Musikhochschule Yara Bernette findet ein Klavierabend statt.

1996

Das PSiB beteiligt sich zum ersten Mal am Buchholzer Stadtfest mit dem Verkauf von Caipirinha für den Vereinszweck und informiert über die Arbeit im CCF. Ingrid Velden und Lidia Wandschneider übernehmen den Vorsitz.

1997

ist das PSiB als Mildtätige Körperschaft anerkannt und kann Spendenbescheinigungen ausstellen. Die Mitgliederzahl ist auf 12 angewachsen. Alle arbeiten ehrenamtlich daran, Ideen für Spendeneinnahmen zu entwickeln.

1998

wird das PSiB vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend als Träger des „Anderen Dienstes im Ausland“ (ADiA) anerkannt. Damit konnte der erste Freiwillige Sebastian Atmer (1998-2000) einen anerkannten Zivildienst im CCF/Maravilha absolvieren. Es folgten weitere Dienstleistende: Jonas Reuther (2000-2001), Frederik Kochbek (2002-2003) und Manuel Schunter (2005-2006). Wegen der hohen finanziellen und bürokratischen Hürden für die Entsendung in den ADiA, wurden in den folgenden Jahren nur noch Freiwillige in die Projektarbeit aufgenommen, die sich in verschiedenen Bereichen der pädagogischen Kinderhausarbeit für kürzere oder längere Zeit engagieren wollten. Ihren Einsatz verstehen wir nicht nur als humanitäre Hilfe, sondern auch als Form interkulturellen Austausches, von dem beide Seiten profitieren.

1999

findet ein Benefizkonzert für Flöte und Gitarre im Bendestorfer Makens Huus statt.

2001

In Meckelfeld und Ramelsloh gibt es zwei Basare zu Gunsten des PSiB. Außerdem ein weiteres Konzert in Bendestorf mit der jungen Pianistin Michi Komoto. Dank dem Engagement des neuen Dienstleistenden, der 9 Monate auf sein Visum warten muss, veranstaltet die Gesamtschule Hoberge-Uerentrup in Bielefeld einen Sponsorenlauf, der zusammen mit einem Beitrag der Kirchengemeinde einen hohen Spendenbetrag einbringt.

2003

Anlässlich des Todestages von Prof. Yara Bernette findet an der Hamburger Musikhochschule ein mehrstündiger Benefiz-Klaviermarathon statt in Zusammenarbeit mit dem PSiB, dem Mitglied Dr. Werner Sobotzik sowie Prof. Marco Antonio de Almeida.

2005

wird das zehnjährige Bestehen mit einem Benefizauftritt der Latin-Combo des Vereinsmitglieds Sebastian Becker gefeiert. Die Bereitschaft zu nachhaltigen Privatspenden geht trotz gezielter Anschreiben an große Firmen zurück.

2006

nahm das PSiB an dem Stadtteilfest Altonale mit einem Infostand teil. Passanten unterstützten das Projekt durch spontane Spenden und ein neues Mitglied konnte gewonnen werden. Die Teilnahme an der Altonale wurde fortgesetzt

2007

wurden mehrere Benefizaktionen an Schulen durchgeführt. Eine Schülerzeitung gewann einen Wettbewerb mit einem Bericht über das PSiB, eine weitere Schule befasste sich mit dem Thema „Arm und Reich“, und eine dritte Schule verkaufte selbst erstellte Weihnachtskarten.

2008

gibt es wieder ein Benefizkonzert in „Haus Drei“ in Hamburg, bei dem zwei Bands und eine Percussion-Gruppe von der Musikhochschule Hamburg vor 100 Zuschauern auftritt. Die Brieffreundschaft zwischen deutschen Grundschülern und Kindern des CCF wird fortgesetzt, und zwei Weihnachtsbasare an Schulen geben ihren Erlös an das PSiB. Die Karl H. Ditze Stiftung kann gewonnen werden, um für das CCF eine neue Kinderenzyklopädie zu spenden. Es gibt eine Neubesetzung im Vorstand des Vereins: Götz Albrecht wird 1. Vorsitzender, Lidia Wandschneider bleibt 2. Vorsitzende des PSiB. Der Verein zählt 14 Mitglieder.

2010

Brieffreundschaften und Verkauf von Weihnachtskarten werden erfolgreich fortgeführt. Beim Schulwettbewerb des Bundespräsidenten zur Entwicklungspolitik „Alle für eine Welt – Eine Welt für alle“, erhalten die Grundschüler aus Bendestorf einen Preis für den 4. Platz.

2011

Aktivitäten werden im Einklang mit den individuellen Profilen der Mitglieder fortgesetzt. Zuletzt konnte der Fotograf Jann Hoefer als freiwilliger Helfer mit ausführlichen Berichten und einem beeindruckenden Bildband nach seiner Rückkehr aus Maravilha die Zusammenarbeit dokumentieren.